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12. Juli 2016


Größtes Land Afrikas treibt Modernisierungen voran

Algerien: Wachstum bei Bau und Baumaschinen

Wussten Sie, dass Algerien das größte Land Afrikas ist? Doch nicht nur geografisch liegt das Land vorn. Auch als Handelspartner ist Algerien gefragt, denn das Land hat die Modernisierung seiner Infrastruktur ganz oben auf die Agenda gesetzt. Für Deutschland ist Algerien der umsatzstärkste Handelspartner in Nordafrika. Eine Präsenz auf einer der internationalen Bau-Fachmessen in Algerien ermöglicht jetzt den Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu öffentlichen und privaten Geschäftspartnern.

Obwohl die Ölpreise niedrig sind, prognostiziert die Weltbank Algerien ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent für 2016. Das Land hält weiterhin daran fest, seine Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Schwerpunkte sind u. a. der Ausbau von Straßen- und Schienennetz, der Strom- und Wasserversorgung sowie der Wohnungsbau.

Die Riesenmoschee
Zurzeit wird in Algiers die drittgrößte Moschee der Welt (nach Mekka und Medina) gebaut. Der Gebetssaal der "Mosquée de l'Algérie" wird 45 Meter hoch und bis zu 35.000 Gläubige fassen. Das Minarett misst 265 Meter und wird damit zum höchsten Gebäude Afrikas. Darin sollen ein Museum und Forschungseinrichtungen untergebracht werden. Rund um die Moschee entstehen Kinosäle, Boutiquen, Teehäuser, sowie eine Hochschule mit Bibliothek und Studentenwohnheim. Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekturbüro KSP Jürgen Engel und auch an der Umsetzung sind deutsche Unternehmen beteiligt, wie beispielsweise Europoles aus der Oberpfalz. Das mittelständische Unternehmen baut 614 achteckige Betonstützen für das Mammutprojekt.

Beliebter Handelspartner
Viele Länder haben das Potenzial Algeriens bereits erkannt und Handelsabkommen mit dem wichtigen Lieferanten von Erdöl und Erdgas geschlossen oder sind mit algerischen Entscheidern im Gespräch. Hauptlieferländer Algeriens sind China, Frankreich, Italien und Spanien. Deutschland belegt Platz 5. Und auch mit dem Iran laufen bereits Kooperationsverhandlungen.

Die algerische Regierung will die Produktion vor Ort steigern und mehr Arbeitsplätze außerhalb des Öl- und Gassektors schaffen sowie den Knowhow-Transfer und die Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal steigern. In der beruflichen Bildung wird der Fokus auf die Schaffung von Bildungszentren in Partnerschaft mit Unternehmen gerichtet, die zu einer engeren Verzahnung des Bildungssektors mit der Wirtschaft beitragen sollen.

Messen als Türöffner und Marktschau
Auch viele kleine und mittelständische Unternehmen – gerade aus der Bau- und Baumaschinenbranche – haben Algerien als wichtigen Absatzmarkt erkannt. Um mit öffentlichen und privaten algerischen Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen, nutzen Sie beispielsweise die internationalen Fachmessen vor Ort. Für die Baubranche bietet sich die jährlich stattfindende Baufachmesse Batimatec an, für Baumaschinen die ebenfalls jährlich stattfindende SITP – Salon International des Travaux Publics.

Die Batimatec hat sich mit ca. 1.200 Ausstellern und laut Veranstalter 100.000 Besuchern zur führenden Baumesse Nordafrikas entwickelt. Die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland. 2017 findet sie vom 23. bis zum 27. April im Palais des Expositions in Algiers statt.

Die SITP gilt mit ca. 400 Ausstellern und 15.000 Besuchern als führende Fachmesse für Baumaschinen in Algerien. Die SITP findet das nächste Mal vom 23. bis zum 27. November statt und wird vom Algerischen Ministerium für Infrastruktur unterstützt. Das Deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Messe erneut in ihr Auslandsmesseprogramm aufgenommen und fördert die Teilnahme deutscher Firmen an einem offiziellen deutschen Gemeinschaftsstand.
Für beide Messen können Aussteller ab sofort über die Auslandsmessegesellschaft IMAG, Tochter der Messe München, Flächen reservieren.

„Algerien ist einer unserer wichtigsten Märkte in den letzten Jahren. Mittlerweile überzeugen dort mehr als 200 unserer Maschinen durch ihre Zuverlässigkeit und Leistung“, sagt Dieter Kamp, Area Sales Manager beim Experten für grobkeramische Industrie, Händle.

Seine algerischen Kunden betreut das schwäbische Unternehmen durch eine eigene Vertretung in Algier. Einen Kunden hat das Unternehmen sogar bereits seit 1949. Zurzeit bearbeitet Händle sechs Aufbereitungslinien in dem nordafrikanischen Land, die sich in unterschiedlichen Realisierungsphasen befinden. Hinzu kommen mehrere Einzelmaschinen, die die Kunden zur Verbesserung Ihrer Produktqualität einsetzen werden. Durch den enormen Bedarf an neuem Wohnraum und den Bau vieler öffentlicher Gebäude in den letzten Jahren stieg die Nachfrage an Ziegeln sehr stark. „Die heißen Ziegel wurden vom Ofenwagen direkt auf den LKW verladen“, erinnert sich Kamp. Nachdem der Ziegelmarkt zurzeit gesättigter ist, setzt die Industrie für die Zukunft verstärkt auf Qualitätsverbesserung durch den Austausch von Schlüsselmaschinen in der Aufbereitung.

„Dieses Thema wurde auf unserem Stand auf der Baumesse Batimatec häufig diskutiert und sehr interessante Projekte auf den Weg gebracht“, so Kamp. Außerdem werde über Ziegelmodelle für die Zukunft diskutiert, die den Hochbau effektiver gestalten, oder über hohe thermische und schalldämmende Eigenschaften verfügen. „Wir stellen seit fünf Jahren auf der Batimatec aus, sie hat sich für uns zur wichtigsten und erfolgreichsten Auslandsmesse entwickelt“, sagt Kamp.
Ein Aussteller der SITP ist die Masa GmbH, Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Baustoffindustrie. „Wir sind seit 2015 mit einem eigenen Messeauftritt auf der SITP vertreten und konnten ihn für sehr gute Gespräche und dadurch neue Kontakte und zur Neukundengewinnung nutzen“, sagt Soufyan Nechad, Area Sales Manager. Masa vertreibt seine markanten gelb-blauen Maschinen bereits seit einigen Jahren in Nordafrika über Partner und Gebietsvertriebsmitarbeiter. „Gerade für Algerien sehen wir großes Potenzial und erwarten in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum“, führt Nechad weiter aus. Für das zweite Halbjahr 2016 erwartet Masa den Beginn von ein bis zwei weiteren Großprojekten.

IMAG GmbH
Die IMAG, ein Tochterunternehmen der Messe München GmbH, organisiert eigene Messen sowie Messebeteiligungen für öffentliche und private Auftraggeber weltweit. Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 in München war die IMAG an über 5.000 internationalen Ausstellungen beteiligt. Jährlich umfasst das Portfolio der IMAG etwa 30 Messen in rund 20 Ländern insbesondere in den Branchen Automobile, Nutzfahrzeuge und Zulieferindustrie; Baumaschinen, Baumaterialien und Bergbau; Produktionsmaschinen und weitere Industrien; Umwelttechnologie und Analytik.

 

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Bilder:

Trade Fair Algeria - Preview

Beliebter Treffpunkt für die Bau-Branche in Algerien: Die Fachmessen Batimatec und SITP auf dem Messegelände in Algiers. Im Hintergrund ist die Baustelle der „Mosquée de l'Algérie“ zu sehen, sie wird einmal die drittgrößte Moschee der Welt sein. Foto: IMAG

Mosque Algiers - Preview

So soll die Riesenmoschee, die bis 2018 in Algiers gebaut wird, einmal aussehen. Das Minarett wird 265 Meter hoch. Foto: KSP Jürgen Engel    



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News

URGENT: CHANGE OF DATE!!!
Please note that the event date of SITP 2017 has changed.
It will take place: 28 November - 2 December 2017.

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